Inhaltsangabe:
Folklore 517: Lokale Legenden und urbane Mythen, unterrichtet von einer Frau, die alle nur »die Professorin« nennen.
Die meisten Studierenden glauben, dass die Geschichten der Professorin nur erfunden sind. Es gibt keinen Mann in Hollywood, den man anrufen kann, um zu erfahren, wann man sterben wird. Es gibt keine Hotelbar in Los Angeles, in der es spukt und der Teufel höchstpersönlich sich gerne die Zeit vertreibt. Und so etwas wie Magie gibt es ohnehin nicht. Aber ... keine von ihnen hat eine so tragische Vergangenheit wie Holland St. James. Holland hofft, mit ihrer Abschlussarbeit ihre Vergangenheit neu schreiben zu können. Und das, indem sie beweist, dass einige der berüchtigtsten Todesfälle im alten Hollywood in Wirklichkeit Morde waren – begangen von niemand anderem als dem Teufel selbst. Sie ahnt nicht, dass die Recherche sie in eine tödliche Welt voller jahrhundertealter Geheimnisse und unvorstellbarer Lügen führen wird. Und auf die Spur zweier extrem gefährlicher Männer, die beide bereit sind, alles zu tun, um eine Magie ausfindig zu machen, die Hollands Leben entweder für immer verändern oder völlig zerstören wird.
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Manchmal wünscht man sich doch ein bisschen Magie im echten Leben, oder? Eine kleine Fähigkeit, die alles leichter macht. Aber nach der Lektüre von Stephanie Garbers neuem Werk bin ich mir da nicht mehr so sicher. Was für ein Trip! Sobald man dieses Buch aufschlägt, betritt man keinen gewöhnlichen Raum, sondern einen alten, staubigen Kinosaal – und zack, man hat sofort diesen röstigen Popcorn-Geschmack im Mund.
Obwohl ich es mit Urban Fantasy normalerweise echt schwer habe, hat mich dieser unvergleichliche Retro-Flair des alten Hollywoods komplett umgehauen. Es beginnt alles in diesem Kurs, „Folklore 517“, geleitet von einer mysteriösen Professorin. Man sitzt dort wie einer der Studenten und fragt sich: Ist das alles nur erfunden? Gibt es diesen Typen wirklich, den man anrufen kann, um seinen Todeszeitpunkt zu erfahren? Sitzt der Teufel tatsächlich in einer verrauchten Hotelbar in L.A. und wartet auf Kundschaft?
Im Zentrum steht Holland St. James, eine Protagonistin, die mich sofort gepackt hat. Sie ist keine klassische Heldin, sondern trägt eine Vergangenheit mit sich herum, die so schwer wiegt, dass man ihren Schmerz fast physisch spüren kann. Ihre Idee, die berüchtigtsten Todesfälle Hollywoods als Morde des Teufels zu entlarven, um ihre eigene Geschichte neu zu schreiben, ist einfach genial. Was dann folgt, ist eine mörderische Schnitzeljagd, die sich wie ein Film Noir anfühlt, überzogen mit einem Schleier aus glitzernder, aber tödlicher Magie.
Stephanie Garbers Schreibstil ist dabei einfach... nun ja, typisch Garber! Betörend, sinnlich und so rasant, dass ich die 100-Seiten-Marke gar nicht bemerkt habe. Sie drückt ordentlich auf die Turbo-Taste. Die Atmosphäre ist so dicht, dass ich zwischendurch googeln musste, ob diese Schauplätze und Legenden nicht doch real sind. Mein absolutes Highlight? Eine Schnitzeljagd quer durch ein Filmstudio – das war Kopfkino pur (haha, wie passend, nicht wahr?).
Was mich aber wirklich wahnsinnig gemacht hat (im positiven Sinne!), war dieses ständige Gefühl der Verunsicherung. Wem kann man trauen? In dieser Welt der Spiegelkabinette und flüsternden Schatten ist niemand so, wie er scheint. Vor allem nicht die zwei gefährlichen, unverschämt attraktiven Männer, zwischen denen Holland steht. Diese romantische Spannung pulsiert wie ein dunkler Strom unter der Oberfläche – gefährlich, schicksalhaft und ein bisschen berauschend.
Es gab Momente, da fühlte es sich an wie ein düsteres Märchen für Erwachsene, auch wenn der Vibe manchmal noch an Garbers Jugendbücher erinnert. Aber der Plot? Absolut unvorhersehbar. Der Teufel steckt hier wirklich in jedem Detail. Ich habs geliebt!
Und das Endeeeee! Leute, ich war echt baff. Garber gibt uns tatsächlich ein paar Antworten – was man von ihr ja fast gar nicht gewohnt ist – und lässt einen trotzdem mit diesem flirrenden Gefühl zurück, als hätte man gerade etwas unglaublich Kostbares (und Gefährliches) erlebt. „Alchemy of Secrets“ ist nicht einfach nur ein Buch, es ist wie ein Zauberspruch, der nach Mitternacht Wurzeln schlägt und nachklingt.
Persönliches Fazit: Ein absolutes Highlight für mich und eine ganz große Leseempfehlung an alle, die Lust auf Sternenglanz, Gefahr und eine ordentliche Prise Hollywood-Magie haben! Tolles Buch!
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Bibliografie:
Autorin: Stephanie Garber
Verlag: cbj
ISBN: 978-3-570-16774-8
Reihe: Die Alchemy-of-Secrets-Reihe (Band 1)
Genre: Fantasyroman
Erscheinungsdatum: 08.10.2025
Seitenanzahl: 448
Format: Print: 20,00 € / E-Book: 15,99 €
Leseprobe: Blick ins Buch
Leseexemplar: Ja
Rezension: © RO, Julie
Grafik: © RO, Sabrina
Cover Original: © cbj / penguin

Hallo liebe Julie :)
AntwortenLöschenIch habe das Buch noch auf der Wunschliste! Bislang kenne ich nur "Caraval" von der Autorin, das mich leider nicht ganz begeistern konnte.
Liebe Grüße
Lisa @prettytigerbuch | Blog | Instagram
Vielleicht schaust du hier einfach mal in die Leseprobe und guckst, ob die Story etwas für dich wäre. :)
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