Inhaltsangabe:
Flughafen Berlin. 07:45 Uhr. Übermüdete Passagiere warten ungeduldig auf ihr Gepäck. Doch als sich das Band endlich in Bewegung setzt, ist es kein Koffer, der aus dem Schacht fällt. Es ist ein Mann. Er umklammert einen Plüschteddy. Seine Kehle ist durchgeschnitten. Das Blut spritzt im Takt seines schwächer werdenden Herzschlags und malt einen roten Ring rund um das Karussell. Ein gellender Schrei schallt durch die Halle. Als Kriminalkommissarin Kim Sperling am Tatort eintrifft, ahnt sie noch nicht, dass das erst der Anfang einer grausamen Mordserie ist …
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Schon das Cover hat mich neugierig gemacht, und spätestens nach dem ziemlich heftigen Einstieg war klar: Hier wird nicht lange gefackelt. Patrick McGinley schickt mich direkt mitten hinein in einen Fall, bei dem aus einem ganz normalen Morgen am Berliner Flughafen sehr schnell ein Albtraum wird. Und dieser Einstieg hat es wirklich in sich. Von der ersten Seite an herrscht eine unangenehme Spannung, die mich fragen ließ: Was zum Teufel steckt dahinter?
Im Mittelpunkt steht Kim Sperling, und mit ihr hatte ich so meine Höhen und Tiefen. Einerseits ist sie eine interessante, starke und durchaus vielschichtige Ermittlerin, andererseits hat sie sich mit ihren Alleingängen und ihrer teilweise ziemlich naiven Art nicht unbedingt in mein Herz gespielt. Gerade manche Entscheidungen konnte ich nicht so ganz nachvollziehen und an einigen Stellen war mir das schon fast ein bisschen zu viel des Guten. Auch das eine oder andere Polizei-Klischee wurde für meinen Geschmack etwas zu offensichtlich aus dem Hut gezaubert. Show, don't tell!
Trotzdem hat mich der Fall gepackt. Lange war für mich überhaupt nicht klar, wem ich hier eigentlich trauen kann. Verdächtigungen wurden aufgestellt, wieder über den Haufen geworfen und durch neue Hinweise ersetzt. Dazu verknüpft McGinley die verschiedenen Fäden ziemlich eng miteinander. Irgendwann gab es mir jedoch zu viele Verbindungen und Zusammenhänge. Auch das politische Thema und das Drogenmilieu waren nicht unbedingt meine persönlichen Lieblingsthemen und haben den Mittelteil für mich stellenweise etwas ausgebremst.
Doch je näher ich dem Ende kam, desto mehr hatte ich das Gefühl, dass sich dieses ganze komplizierte Geflecht langsam zusammenzieht. Und das Motiv hinter den Taten hat mich tatsächlich emotional erwischt. Plötzlich sah ich einige Dinge mit völlig anderen Augen. Der große Twist hat bei mir definitiv Wirkung hinterlassen und mich auch nach dem Zuklappen noch beschäftigt.
Was mir dabei besonders gefallen hat, ist McGinleys Schreibstil. Sehr flüssig, detailliert und teilweise geradezu filmisch. Ich hatte beim Lesen stellenweise das Gefühl, einen Thriller auf der Leinwand zu verfolgen. Dazu kommen Verfolgungsjagden, gefährliche Situationen und ordentlich Action. Langeweile kommt hier definitiv nicht auf.
Persönliches Fazit: Unterm Strich hat „Todeskarussell“ seine Schwächen, aber noch wichtiger ist: Es hat mich gut unterhalten. Ich wollte trotz meiner Kritik immer wissen, wie es weitergeht, und genau das muss ein Thriller für mich schaffen. Der starke Einstieg, das hohe Tempo, die actionreichen Szenen und vor allem das überraschende Motiv sorgen dafür, dass ich die Lektüre wirklich gern beendet habe.
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Bibliografie:
Autor: Patrick McGinley
Verlag: blanvalet
ISBN: 978-3734115707
Reihe: -
Genre: Thriller
Erscheinungsdatum: 19.08.2026
Seitenanzahl: 544
Format: Print: 13,00 € / E-Book: 11,99 €
Leseprobe: Blick ins Buch
Leseexemplar: Ja
Rezension: © RO, Julie
Grafik: © RO, Sabrina
Cover Original: © blanvalet Verlag

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