Inhaltsangabe:
Zurück in Cardiff versucht Gwen sich damit abzufinden, Aran niemals wiederzusehen. Doch dessen alter Feind Orcus – der Gott der römischen Unterwelt – hat es nicht nur auf Annwyn, sondern auch auf Gwen abgesehen. Aran holt sie zurück, um sie in Sicherheit zu wissen. Die Unruhen im Reich führen dazu, dass eine uralte Macht in Annwyn freigesetzt wird, die den Herrscher verändert – und Gwen erkennt den Gott, den sie liebt, kaum noch wieder. Als die Lage zu eskalieren droht, beschließt sie – gemeinsam mit Arans Verbündeten Hades, Hel und Osiris – alles zu riskieren, um ihn und Annwyn zu retten ...
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Schon auf den ersten Seiten wird klar: Die Rückkehr in die Totenreiche ist kein sanftes Wiedersehen, sondern ein Sturz ins Chaos. Was als Schutz gedacht ist, wird schnell zu einem Albtraum, in dem Vertrauen bröckelt, Loyalitäten verschwimmen und selbst Götter nicht mehr sind, was sie einmal waren. Gwen findet sich zwischen den Welten wieder – verfolgt von einer dunklen Macht, umgeben von alten Feinden und neuen Verbündeten, und mit der schmerzhaften Erkenntnis, dass der Gott, den sie liebt, sich verändert hat.
Dieser zweite Band schlägt deutlich düsterere Töne an. Krieg, Untergang und eine allgegenwärtige Bedrohung legen sich wie ein Schatten über Annwyn und die anderen Reiche. Die Totenwelt wird komplexer, gefährlicher – und faszinierender. Wem kann man noch trauen, wenn jeder Schritt Teil eines größeren Spiels zu sein scheint? Die Spannung bleibt dabei konstant hoch; es gibt kaum einen Moment zum Durchatmen, kaum eine Seite, die man freiwillig aus der Hand legen möchte.
Besonders stark ist, wie sehr die Geschichte an emotionaler Tiefe gewinnt. Gwen und Aran rücken näher an die Leser heran, ihre inneren Konflikte, Zweifel und Hoffnungen sind greifbar und berührend. Freundschaften und neue Beziehungen bekommen mehr Raum und verleihen der Handlung zusätzliche Wucht. Alte Bekannte wie Hades sorgen nicht nur für vertraute Momente (und ein paar dringend benötigte Schmunzler), sondern erhalten mehr Hintergrund, während neue Figuren sich überraschend schnell ins Herz schleichen. Gerade die Sidekicks stehlen immer wieder die Show und machen diesen Band zu etwas Besonderem.
Auch das Worldbuilding zieht spürbar an: Weitere Reiche öffnen ihre Tore, die Mythologie verwebt sich dichter, und jede Begegnung lässt die Welt größer und lebendiger wirken. All das trägt zu einer Intensität bei, die diesen Teil sogar stärker macht als den Auftakt.
Und dann dieses Ende. Freuuunde! Sprachlosigkeit. Herzklopfen. Sehnsucht. Der zweite Band hinterlässt bei mir tausend Fragen, ein pochendes Herz und den dringenden Wunsch, sofort weiterzulesen. Dies ist eine dramatische, spannungsgeladene Fortsetzung, die die Messlatte hochlegt – und die Vorfreude auf das Finale ins Unermessliche treibt.
Persönliches Fazit: Düsterer, emotionaler und spannender als zuvor entfaltet Band 2 eine mitreißende Geschichte voller Gefahr, innerer Konflikte und mythologischer Größe. Die komplexe Welt, die intensive Charakterentwicklung und das atemlose Tempo machen diese Fortsetzung zu einem echten Highlight – und lassen einen sehnsüchtig auf den finalen Band warten.
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Bibliografie:
Autorin: Stefanie Lasthaus
Verlag: Penhaligon
ISBN: 978-3764533502
Reihe: Die Totengötter-Saga (Band 2)
Genre: Roman, Fantasy
Erscheinungsdatum: 17.12.2025
Seitenanzahl: 512
Format: Print: 17,00 € / E-Book: 9,99 €
Leseprobe: Blick ins Buch
Leseexemplar: Ja
Rezension: © RO, Sabrina
Grafik: © RO, Sabrina
Cover Original: © Penhaligon Verlag
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