Inhaltsangabe:
Kriminalhauptkommissar Tom Engelhardt und sein Team haben einen Doppelmord auf dem Darß aufgeklärt, aber dem Unbekannten, der eine ganze Familie auf einer Segeljacht umgebracht hat, sind sie noch keinen Schritt näher gekommen.
Auch Kryptologin Mascha Krieger und ihr Bruder Holger haben den Mörder der jungen Ärztin aus Anklam noch nicht gefasst. Derweil ermittelt Kriminaloberkommissar Björn André aus Teterow in einem vermeintlichen Fall von Suizid. Eine junge Frau hat sich die Pulsadern aufgeschnitten, aber die Umstände sind merkwürdig. Björn stößt auf einen Brief, ganz ähnlich dem, den die Ärztin aus Anklam am Tag ihres Todes erhielt. Als auch auf dem Darß ein solcher Brief auftaucht, ist klar, dass alle Verbrechen zusammenhängen müssen. Eine große Soko unter Leitung von Tom Engelhardt wird gebildet. Und es gibt auch schon einen Verdächtigen: Hagen Oltmanns, ein im Wald lebender Obdachloser, der nicht nur eine Kiste voller Waffen besitzt, sondern auch unter paranoider Schizophrenie leidet. Doch Oltmanns ist spurlos verschwunden. Dann wird eine weitere Leiche gefunden. Und plötzlich drehen sich die Ermittlungen in eine völlig unerwartete Richtung.
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Mit ihrer Reihe um Kriminalhauptkommissar Tom Engelhardt und die Kryptologin Mascha Krieger hat Karen Sander ein durchdachtes Konzept geschaffen: Jeder große Fall erstreckt sich über eine Trilogie.
Nach "Der Strand", "Der Sturm" und "Die Tiefe" bildet nun "Die Tiefe – Verblendet" den zweiten Band der aktuellen Reihe. Wichtig ist dabei: Die Bücher bauen konsequent aufeinander auf und entfalten ihre volle Wirkung nur, wenn man sie in der richtigen Reihenfolge liest; abgeschlossen wird der jeweilige Fall erst mit dem dritten Band.
„Verblendet“ knüpft nahtlos an den Vorgänger an. Nachdem dort lediglich einer der Morde aufgeklärt werden konnte, tappt das Ermittlerteam weiterhin im Dunkeln. Die Ermittlungen gestalten sich komplex und verzweigt, da an vielen Fronten gleichzeitig gearbeitet wird. Als Leser ist hier volle Aufmerksamkeit gefragt, um alle offenen Fragen, Hinweise und Erzählstränge im Blick zu behalten.
Gerade diese Vielschichtigkeit macht jedoch den Reiz des Romans aus. Die einzelnen Handlungsstränge sind spannend angelegt und fügen sich Stück für Stück zu einem größeren Ganzen zusammen.
Besonders gelungen ist erneut die Charakterzeichnung: Die Figuren besitzen eine authentische Tiefe, und wer die Reihe von Beginn an verfolgt, erfährt in diesem Band noch mehr über die Hintergründe und Entwicklungen der Protagonisten.
Überraschend rückt diesmal ein völlig unerwarteter Charakter ins Visier der Ermittlungen. Für mich ein gelungener Twist, der der Geschichte zusätzliche Spannung verleiht. Doch wie schon der erste Teil endet auch „Verblendet“ mit einem fiesen Cliffhanger und zahlreichen unbeantworteten Fragen.
Die Auflösung bleibt dem abschließenden Band vorbehalten. Genau das sorgt dafür, dass man unbedingt weiterlesen möchte. Ich kann es kaum erwarten, zu erfahren, wie Karen Sander diesen Fall letztlich auflöst.
Persönliches Fazit: „Die Tiefe – Verblendet“ überzeugt mit komplexen Ermittlungen, starken Charakteren und anhaltender Spannung. Der Roman fordert Aufmerksamkeit, belohnt diese jedoch mit Tiefe (wie passend!) und überraschenden Wendungen - und steigert die Vorfreude auf den abschließenden Band deutlich.
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Bibliografie:
Autorin: Karen Sander
Verlag: Rowohlt
ISBN: 978-3-499-01611-0
Reihe: Engelhardt & Krieger ermitteln (Band 8)
Genre: Thriller
Erscheinungsdatum: 20.02.2026
Seitenanzahl: 352
Format: Print: 14,00 € / E-Book: 9,99 €
Leseprobe: Blick ins Buch
Leseexemplar: Ja
Rezension: © RO, Daniela
Grafik: © RO, Sabrina
Cover Original: © Rowohlt

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