Chris Carter - Du kriegst mich nicht

Eine Frau auf der Flucht. Ein Mann, der sie töten will.

Inhaltsangabe:

Dreizehn Jahre. So lautet das Urteil gegen Nelson Stewart – verurteilt für das, was er Samantha angetan hat. Doch noch im Gerichtssaal macht er ihr eines unmissverständlich klar: Er wird zurückkommen. Samantha verschwindet, zieht immer wieder um, und sie gibt sich einen neuen Namen. Als Mary Smith will sie in Frieden leben. Durchatmen. Aber Mary weiß, warum Nelson nicht locker lassen wird.

DENN NICHTS IST, WIE ES SCHEINT.
___________________

Schon das Gerichtsdrama zu Beginn hat mich sofort gepackt. Eine Frau flieht vor ihrer schrecklichen Vergangenheit, versteckt sich hinter einer neuen Identität und hofft auf einen Neuanfang. Ich habe mit Samantha – oder Mary – gelitten, gebangt und ihr ein Leben ohne Angst gewünscht. Doch je tiefer ich in die Geschichte eintauchte, desto mehr begann alles zu zerbrechen.

Aber Chris Carter wäre nicht Chris Carter, wenn er nicht mit seinen Lesern spielen würde wie eine Katze mit ihrer Beute. Gerade dann, wenn ich glaubte, alles geschnallt zu haben, riss er mir den Boden unter den Füßen weg. BÄMM! Jede Wendung war ein Schlag gegen mein Mich-kann-nichts-mehr-überraschen-Ego. Jede neue Enthüllung ließ mich an allem zweifeln. Irgendwann hatte ich null Durchblick mehr, wer mit wem, was, wann und warum – und genau das hat mir so gut gefallen. Einfach mal hops genommen zu werden.

Der Plot braucht auch keine übertriebenen Schockmomente und keine exzessive Gewalt, um unter die Haut zu gehen. Die wahre Gänsehaut entsteht durch die psychischen Abgründe und tief sitzenden Traumata, die mich nicht kalt gelassen haben.

Gewohnt flüssig rotzt uns der Autor vor die Linse, was seine dunklen Fantasien ausgebrütet haben. Die kurzen Kapitel und das rasante Tempo haben dafür gesorgt, dass Aufhören keine Option war. Man fliegt förmlich durch die Seiten. Selbst scheinbar belanglose Details (wie ein völlig normaler Name) bekommen später plötzlich eine Bedeutung. Was ich anfangs über einige Charaktere gedacht habe, wurde im Laufe der Geschichte komplett auf den Kopf gestellt.

Und das ENDE! Pfffhhhh! Holla die Waldfee!

Persönliches Fazit: Ein cleverer Stand-alone from the one and only Chris Carter. Düster, tiefgreifend und voller Twists, die ich gefeiert hab.
___________________

Bibliografie:

Autor: Chris Carter
Verlag: ullstein
ISBN: 978-3548074900
Reihe: -
Genre: Thriller
Erscheinungsdatum: 30.07.2026
Seitenanzahl: 464
Format: Print: 18,00 € / E-Book: 13,99 €
Leseprobe: Blick ins Buch
Leseexemplar: Ja

Rezension: © RO, Julie
Grafik: © RO, Sabrina
Cover Original: © ullstein Verlag 


Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Danke für deine Nachricht!