Inhaltsangabe:
Orlaiths ganze Welt ist Rhordyns Schloss. Seit neunzehn Jahren hat sie es nicht mehr verlassen – seit Rhordyn sie vor dem Überfall rettete, der ihre ganze Familie das Leben kostete. Wie magisch fühlt sie sich zu ihrem Retter hingezogen. Doch er hält sie stets auf Abstand, ganz gleich wie verzweifelt sie seine Nähe sucht. Trotzdem will Orlaith Rhordyn niemals verlassen, niemals die unsichtbare Grenze überschreiten, die sie vor der erbarmungslosen Außenwelt beschützt. Noch weiß sie nicht, dass die Dunkelheit auf dem Weg zurück in ihr Leben ist. In einer Festung voller Geheimnisse schlummert das Größte in ihr.
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Ich habe mich durch den krassen Hype auf TikTok und BookTok treiben lassen – und holy... was für ein wilder, hochgradig toxischer Fiebertraum von einem Buch! Aber eins vorweg: Forget Disney. Wenn das eine Rapunzel-Adaption sein soll, dann eine, die im tiefsten, düstersten Abgrund vergraben wurde.
Stellt euch eine Protagonistin vor, die seit fast zwei Jahrzehnten keinen Fuß vor die Schlossmauer gesetzt hat, eingesperrt in einer goldenen Blase, beschützt vor der grausamen Welt da draußen. Klingt behütet? Ist es aber nicht. Denn Orlaith ist besessen. Und zwar von ihrem Retter, dem rätselhaften Rhordyn, der sie einst nach einer blutigen Tragödie gerettet hat. Sie zehrt von jedem noch so kleinen Blick, während er sie eisern auf Abstand hält. Was wir hier haben, ist Stockholm-Syndrom in Reinform, gepaart mit einer verbotenen Dynamik, die so schmerzhaft langsam aufgebaut ist, dass man beim Lesen fast Bauchkrämpfe bekommt.
Auf der einen Seite ist dieses Buch ein atmosphärisches Meisterwerk. Der Schreibstil ist extrem bildhaft, fast schon sinnlich. Die erotische Knisterspannung zwischen Orlaith und Rhordyn unerträglich gut. Man schwitzt förmlich beim Umblättern, weil das Verlangen auf jeder Seite greifbar ist. Und die Charaktere! Rhordyn ist wohl einer der furchtbarsten, stursten Mistkerle, über die ich je gelesen habe, aber er strahlt so eine düstere, dominante Aura aus, dass man ihn gleichzeitig auf einen Drink einladen und ihm eine verpassen will. Absoluter Fan-Liebling für mich war allerdings Kai, ein unglaublich faszinierender Seedrache, der viel zu wenig Sendezeit hatte!
Aber – und jetzt kommt mein dickes Aber – als Fantasy-Welt hat mich das Buch phasenweise ratlos zurückgelassen. Die ersten 70 % zieht sich das Ganze extrem, weil Orlaiths Welt schrecklich klein ist und Rhordyn einem einfach absolut nichts erklärt. Die Mythologie, die Magie, die Götter und Prophezeiungen... man bekommt alles nur in winzigen Häppchen hingeworfen. Ich war genauso verwirrt wie Orlaith selbst! Wenn ihr auf eine durchstrukturierte High-Fantasy-Story hofft, werdet ihr euch womöglich die Haare raufen.
Auch Orlaith als Hauptfigur macht es einem nicht leicht: Sie wirkt oft naiv und anstrengend unreif, auch wenn das angesichts ihrer Isolation und Traumata realistisch ist, hat es mich stellenweise maßlos frustriert.
Ich sitze jetzt hier, habe am Ende gefühlt tausend offene Fragen, bin wütend auf Rhordyn... und werde mir Band 2 natürlich trotzdem direkt holen. Ich MUSS einfach wissen, was da wirklich vor sich geht.
Persönliches Fazit: Wenn ihr Bock habt auf einen düsteren, emotional verstörenden Slow-Burn-Roman mit geheimnisvollen Vibes, toxischen Dynamics und wunderschön-düsterer Atmosphäre, dann müsst ihr diesen hier lesen.
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Bibliografie:
Autorin: Sarah A. Parker
Verlag: Penguin
ISBN: 978-3328112679
Reihe: Crystal Bloom-Serie, Band 1
Genre: Fantasy, Roman
Erscheinungsdatum: 30.09.2026
Seitenanzahl: 608
Format: Print: 17,00 € / E-Book: 12,99 €
Leseprobe: Blick ins Buch
Leseexemplar: Ja
Rezension: © RO, Julie
Grafik: © RO, Sabrina
Cover Original: © Penguin Verlag

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