Inhaltsangabe:
Seit die 9-jährige Rose Barclay den dramatischen Tod ihres Kindermädchens miterleben musste, spricht sie nicht mehr, mit niemandem. Nun soll Sorgerechtsanwältin Stella Hudson Roses Interessen in der Scheidung ihrer Eltern vertreten. Doch die gesamte Familie scheint entschlossen, Stella möglichst von Rose fernzuhalten. Bald wird Stella klar, dass in dieser Familie jeder etwas zu verbergen hat, einschließlich Rose. Der Dreh- und Angelpunkt ist dabei der Tod des Kindermädchens, der möglicherweise ein Mord war. Und jedes Familienmitglied kommt als Täter infrage: die Mutter, der Vater, die Großmutter, sogar Rose. Ist ausgerechnet die Person, die Stella beschützen soll, genau die, vor der sie sich in Acht nehmen muss?
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Die Geschichte wird aus der Sicht von Stella erzählt, einer Sorgerechtsanwältin, die mit einem Fall betraut wird, der es wirklich in sich hat: Sie soll entscheiden, wo die neunjährige Rose künftig leben soll. Doch je tiefer Stella in die Familie eintaucht, desto deutlicher wird, dass hier absolut nichts so harmlos ist, wie es zunächst scheint.
Rose hat nach einem traumatischen Erlebnis aufgehört zu sprechen. Ihr Kindermädchen kam unter mysteriösen Umständen ums Leben. Obwohl zunächst alles nach einem tragischen Unfall aussieht, lässt mich als Leser schnell das Gefühl nicht los, dass viel mehr dahinterstecken könnte. Denn in diesem Haus scheint jeder etwas zu verbergen. Und je näher Stella der Wahrheit kommt, desto unangenehmer wird die Frage: Wem kann sie eigentlich noch trauen?
Selbst Rose gibt Rätsel auf. Was steckt wirklich hinter ihrem Schweigen? Und welche Geheimnisse trägt sie mit sich herum?
Der Schreibstil von Pekkanen hat mich sofort gepackt. Die Geschichte liest sich unglaublich fesselnd und flüssig, sodass ich geradezu durch die Seiten geflogen bin. Besonders diese unterschwellige Bedrohung hat für eine richtig beklemmende Atmosphäre gesorgt. Nicht nur das Haus selbst wirkte auf mich zunehmend unheimlich, auch seine Bewohner strahlten etwas aus, das mich ständig misstrauisch gemacht hat. Ich hatte permanent das Gefühl, dass gleich etwas passieren könnte. Und genau dieses Gefühl hat die Spannung für mich so großartig gemacht.
Stella selbst ist für mich eine ausgesprochen interessante und starke Protagonistin. Gleichzeitig trägt sie ihre eigene bewegende Vergangenheit mit sich herum. Schon früh musste sie ihren Vater und kurz darauf auch ihre geliebte Mutter verlieren. Umso schöner fand ich ihre besondere Verbindung zu Charles, der für sie zu einer Art Ersatzvater geworden ist und ihr bis heute zur Seite steht. Die beiden haben eine ganz besondere Beziehung, und Charles ist für Stella eine unglaublich wichtige Stütze.
Die Autorin spielte geschickt mit meinen Erwartungen, legte immer wieder neue Spuren und ließ mich glauben, ich hätte die Zusammenhänge durchschaut – nur um dann doch wieder alles infrage zu stellen.
Persönliches Fazit: Für mich war das ein richtig packender Psychothriller mit einer düsteren Atmosphäre, vielen Geheimnissen und genau der richtigen Portion Misstrauen. Wer Geschichten liebt, bei denen hinter jeder Tür ein weiteres Geheimnis lauern könnte und man ständig rätselt, wem man eigentlich glauben darf, sollte sich dieses Buch definitiv nicht entgehen lassen.
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Bibliografie:
Autorin: Sarah Pekkanen
Verlag: Lübbe
ISBN: 978-3-7577-0207-6
Reihe: -
Genre: Thriller
Erscheinungsdatum: 03.08.2026
Seitenanzahl: 432
Format: Print: 18,00 € / E-Book: 12,99 €
Leseprobe: Blick ins Buch
Leseexemplar: Ja
Rezension: © RO, Sabrina
Grafik: © RO, Sabrina
Cover Original: © Lübbe Verlag

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